[ _morgunroði ]

Island, November 2013
Wenn man im Winter Island besucht, dann ist es fast unmöglich die Gegend um den bekanntesten aller Gletscherseen, den Jökulsárlón auszulassen. Vor allem die schwarzen Strände, gegenüber der Lagune sind dabei besonders bemerkenswert, geht doch die Sonne im Winter von der Meerseite auf und beleuchtet die am Strand liegenden Eisbrocken in den schönsten Farben.
Allzu oft vergisst man dabei aber sich einfach einmal umzudrehen und den Blick in Richtung Gletscher schweifen zu lassen. Wenn die ersten Sonnenstrahlen die dortigen Berge in seichte Rottöne färben und die Wolken das Morgenrot (isl. morgunroði) widerspiegeln.
Dieses Jahr war ich darauf vorbereitet und suchte mir schon rechtzeitig einen geeigneten Vordergrund. Kaum stand die Sonne knapp unter dem Horizont wurde ich mit einem wunderschönen Anblick belohnt. Das leuchtende Eis im Vordergrund, das nach unendlich vielen Jahren an diesem Strand angekommen die letzte Reise antritt, auf tief schwarzem Lavasand. Im Hintergrund die sich immer mehr vom Horizont abhebenden Berge, die den eigentlichen Gletscher umgeben. An diesem Morgen hatte ich den schwarzen Strand ganz für mich alleine, was sogar zu dieser Jahreszeit mittlerweile selten geworden ist. Zeit genug, um einfach den Kopf frei zu bekommen, die wunderbaren Eindrücke in sich aufzunehmen. Zu spüren wie klein der Mensch doch im Wunderwerk der Natur ist. Im schwarzen Sand zu knien, die Eisbrocken zu berühren und neben den Bildern in der Kamera auch die im Kopf und Herzen nicht zu vergessen.

Verwendeter Filter: LEE ND Grad Soft 0.9, ND Grad Soft 0.3
Um das Bild in voller Größe zu betrachten bitte auf das kleine Vorschaubild klicken.